Wanderung zu Watersmeet, Devon, Großbritannien

Oktober 4th, 2011

Die Region im Südwesten Englands, das Exmoor, ist berühmt wegen seiner Ponys. Die Exmoor-Ponys. Wir hatten ein Haus in Lynton gemietet und unser Zelt zu Hause gelassen. Aber die Wanderschuhe steckten natürlich in unserem Reisegepäck. Am ersten schönen Tag, noch bevor wir die Ponys besuchten, brachen wir auf zu einer Rundwanderung, die uns letztendlich 17 km lang durch unterschiedliches Gelände und zu einer touristischen Attraktion führte.

Unsere Wanderung führte uns ausgehend von unserer Unterkunft in der Nähe der Lynbridge über die grünen Berge zu Watersmeet. Der erste Weg ist sehr gut ausgeschildert und führt durch einen Wald. Wir stiegen den Hügel hoch. Zahlreiche Bänke stehen am Wegrand und luden zum Verweilen ein. Für uns Innenland-Menschen ist der Anblick des Meeres immer wieder überwältigend. Das grün bis blaue Wasser reicht bis zum Horizont. Davor erheben sich grüne bis lilafarbene Hügel.

Wir folgten den Schildern, die auf ein altes Siedlungsgelände zur Eisenzeit hinwiesen. Hinab stiegen wir durch hohes Farn, einem Urwald gleich. Unsere Kinder suchten nach alten Fundstücken, aber sie fanden nichts und fragten dafür uns, wie es hier wohl vor vielen vielen Jahren ausgesehen haben mag. Nur wenige Schritte nach dem Siedlungsgelände trafen wir auf eine Straße, der Watersmeetroad, A39, und überquerten diese. Bis hierher hatten wir einige Wanderer getroffen. Hier aber liefen uns sehr viele Touristen über den Weg. Durch die Bäume hindurch sahen wir einen Garten mit runden Tischen und vielen Stühlen, ein altes Haus, wie aus einem Märchenbuch und am Wasser spielende Kinder in Neoprenanzügen. Unsere Kinder waren nicht mehr zu halten, sie rannten vorbei am Wasserfall, hinüber über die Brücke und standen schon auf den Steinen mitten im Bach. Springend wie Gazellen riefen sie uns ihre Essenswünsche zu.

Im schönsten aller Häuser im englischen Wald gab es dann, und das möchte ich betonen, ausschließlich gesundes Essen. Der National Trust betreibt hier ein Cafè, einen Shop mit schönen Werbeartikeln und lokalen Spezialitäten, den Garten und Sanitäranlagen. Das gesamte Gelände ist sehr gepflegt, die Bedienung sehr höflich (wir waren schließlich in England!) und das Haus aus dem Jahre 1832 sieht sehr faszinierend aus.

Unsere Kinder bestellten sich die Kinder-Lunch-Box. Sie beinhaltete ein Sandwich, einen Apfel, Rosinen, einen Kuchen und Apfelsaft. Ich aß eine Tomatensuppe mit selbstgebackenen Brot. auch dies kann ich sehr empfehlen.

Nach dem Essen sprangen unsere Kinder wieder am Wasser entlang und entdeckten eine Höhle, diese befindet sich zwischen den zwei Bächen. Unser Weg führte aber auf der Seite des Watersmeet-Hauses den Berg hinauf durch einen Eichenwald. Wir fanden riesige Steinpilze. Diese ließen wir aber stehen. Es hatte viel geregnet und die Pilze wären nicht mehr zu essen gewesen. Nach dem wildromantischen Wald liefen wir durch eine Weide in Richtung der Steilküste. Links und rechts des Weges lagen große Steine, dazwischen Heidekraut und niedrige Sträucher. Schmale weiße Häuser schmiegten sich in das Tal der Countisbury Hill Road. Nach dem Überqueren der Straße wanderten wir den Küstenpfad entlang. Ein eisiger Wind wehte uns entgegen. Hinter uns lagen die satt grünen Hügel unter dem blauen Himmel, vor uns das türkisblaue Meer.

Mit schon müden Beinen, wir Eltern wegen des schmalen Pfades an der Steilküste immer besorgt, liefen unsere Kinder voraus. Der Wind zottelte an uns. Der Weg wand sich am Hang hinab und tief unter uns schlug das Meer an große Steine. Am Ortseingang kamen wir auf der Straße, wieder die Countisbury Hill Road, an. Nach einigen Metern am Straßenrand bogen wir zum Strand ab.

Nach einer großen Pause, bepackt mit Muscheln und Schneckenhäuschen, wanderten wir durch den Ort Lynmouth zur Cliff-Railway. Meter für Meter fuhren wir wieder hinauf in Höhe unseres Hauses in Lynton. Glücklich kamen wir an und genossen in der Abenddämmerung Toast und Tee.

Wanderschuheja
Weglänge17 km
Schwierigkeitmittel
Sonnencremeja
Kleidungwetterfest, leicht wechselbar
Unsere ReisezeitSommer

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